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Medienmitteilung: Velowege statt Autobahnen ausbauen
Medienmitteilung vom 28.02.2022
Velowege statt Autobahnen ausbauen
Pro Velo Bern hat Einsprache gegen den massiven Ausbau des Autobahn-Anschlusses Wankdorf erhoben. Der Bundesbeschluss Velo verpflichtet Kantone und Städte, mehr und bessere Velowege zu bauen. Das Bundesamt für Strassen fördert bei den eigenen Bauvorhaben hingegen vornehmlich den motorisierten Individualverkehr. Trotz der propagierten Velobrücke sehen wir viele neue Nachteile und ungelösten Probleme für den Veloverkehr. Wir fordern, dass auf dieses Autobahn-Wachstum verzichtet wird. Falls das Projekt dennoch realisiert wird, braucht es für den Veloverkehr mehr als nur untaugliche Schadensbegrenzung.
Pro Velo Bern lehnt den nachfragegesteuerten Ausbau des Autobahn-Anschlusses Wankdorf für wenige Spitzenstunden pro Woche ab. Dieser führt unweigerlich zu Mehrverkehr auf der Autobahn, in der Stadt Bern und den angrenzenden Gemeinden und beeinträchtigt dadurch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden. Aus ökologischer und klimapolitischer Sicht ist das Projekt nicht vertretbar und gefährdet die verkehrspolitische Zielsetzung der Stadt Bern, den Autoverkehr in der Stadt stark zu reduzieren. «Anstatt die Autobahn im Wankdorf auszubauen, braucht es sichere und direkte Veloverbindungen – ohne grosse Umwege und Höhendifferenzen – wie sie der Masterplan Veloverkehr und das Stadtentwicklungskonzept explizit vorsehen», so Michael Sutter, Präsident von Pro Velo Bern.
Ungenügende Velomassnahmen
Die geplanten Massnahmen für den Veloverkehr erachtet Pro Velo Bern als ungenügend. Dass sie den Interessen des Autoverkehrs untergeordnet werden, ist mit dem Anspruch, Bern zu einer «Velohauptstadt» zu machen, nicht vereinbar. Die geplante Brücke über mehrere Strassenebenen hinweg ist nicht alltagstauglich und weist viel zu enge Platzverhältnisse für ein sicheres und konfliktfreies Nebeneinander von Fuss- und Veloverkehr auf. Wir fordern, dass ein allfälliges Bauprojekt so ausgestaltet wird, dass die Verbindungsqualität und Sicherheit für den Veloverkehr massiv verbessert wird. Es muss weiterhin direkte Verbindungen geben, die so ausgestaltet werden, dass sie für alle Velofahrenden attraktiv sind.
Medien-Auskunft: Michael Sutter, Präsident Pro Velo Bern, 079 541 96 27
Die Medienmitteilung als PDF finden Sie hier.
Die Einsprache von Pro Velo Bern finden Sie hier.