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Mitwirkung Buslinie 10 – Doppelgelenktrolleybusse

BERNMOBIL, der Kanton und die Stadt Bern sowie die Gemeinde Köniz planen, den Ast der Linie 10 von Bern Bahnhof nach Köniz/Schliern Ende 2025 auf Doppelgelenktrolleybusse umzustellen.

Wir haben an der Mitwirkung teilgenommen und fordern, dass Haltestellenumfahrungen gebaut werden.

Mit der «Velohauptroute Köniz» soll das Stadtzentrum von Bern mit Köniz verbunden
werden und Pendler_innen sowie Alltagsvelofahrenden ein möglichst unterbruchsfreies
und sicheres Fahren ermöglichen. Damit eine Route zu einer Velohauptroute wird,
benötigt es Haltestellenumfahrungen.


Und zwar mehr als die zwei Umfahrungen: Diejenige bei der Dübystrasse, die 2019 als
neuer «Standard für Velohauptrouten» ausgerufen wurde, und die neu geplante bei der
Haltestelle Weissensteinstrasse stadtauswärts.

Denn Haltestellenumfahrungen sind nicht nur bei Tramhaltstellen sinnvoll und
angebracht, sondern auch bei Bushaltestellen. Velofahrende sind immer wieder und zu oft damit konfrontiert, dass sie im Haltestellenbereich von Bussen noch im letzten Moment überholt und danach vielleicht abgedrängt werden.
Umfahrungen benötigt es auf dieser Route umso mehr, da:
•    nicht «normale» Busse, sondern 25 Meter lange Doppelgelenkbusse verkehren werden.
•    der Takt dicht sein wird.

Dem Erhalt von Parkplätzen oder der Überholmöglichkeit für den MIV Vorrang vor Haltestellenumfahrungen zu geben, widerspricht der Veloförderung.
Für Velos mit Anhänger oder Eltern mit Kindern ist das Überholen der Doppelgelenkbusse nicht optimal. Unbegleitete Kinder / Jugendliche werden sich zu Recht vor dem Überholmanöver fürchten und hinter dem Bus warten müssen. Somit ist die geplante Route sicher nicht für «Velofahrende von 8 bis 80» tauglich.

Die ganze Mitwirkungseingabe als PDF.