Für eine echte Velokultur

Pro Velo Bern heisst die Vorbereitung der Velooffensive des Gemeinderates sehr willkommen. Zahlreiche langjährige Forderungen von Pro Velo Bern wie die Velobahnen sollen nun endlich umgesetzt werden. Das Velo als in jeglicher Hinsicht effizientestes Stadtverkehrsmittel muss klar priorisiert werden, wenn eine echte Velokultur entstehen soll.

Der Gesamtverkehrsanteil des Velos von rund 20 Prozent ist ein erstes Etappenziel und wäre ein grosser Fortschritt für die Stadt Bern.

Eine klare Priorisierung des (schnellen) Langsamverkehrs
Pro Velo Bern teilt die Einschätzung, dass die ganze Verwaltung mitziehen muss, wenn Veloanliegen den Durchbruch schaffen sollen und ist erfreut über den verwaltungsinternen Prozess, der seit langem nötig war. 
Die von Pro Velo Bern gemachten Erfahrungen mit den grossen Tramprojekten der letzten Jahre zeigen, dass Veloanliegen bisher erst am Schluss einfliessen und dann nur noch mit riesigem Aufwand Schadensbegrenzung gemacht werden kann. Soll in Bern eine echte Velokultur entstehen, dann muss der „Mobilité douce“ klar die Priorität gegeben werden und dieses Bewusstsein von Anfang an in jegliche Planung einfliessen.
Zudem muss die bestehende Infrastruktur überprüft werden: Eine grüne Welle rund um den Bahnhof für Velos und keine unnötigen Ampeln mehr auf der Monbijoustrasse und der Bundesgasse sind zwei konkrete Beispiele, die das Velofahren flüssiger und somit attraktiver machen würden. David Stampfli, Präsident von Pro Velo Bern: „Rotlichter werden dann respektiert, wenn sie auch Sinn machen. Es ist zentral, dass die Infrastruktur auf die  Bedürfnisse des Veloverkehrs abgestimmt wird.“

Velobahnen: die schnelle Verbindung
Wir freuen uns, dass es nun mit den lange von uns geforderten Velobahnen vorwärts geht. Es ist wichtig, dass diese mit den umliegenden Gemeinden abgestimmt werden, damit sie auch wirklich ihren Vorteil als schnelle, sichere und platzsparende Alternative zum motorisierten Individualverkehr und zum öffentlichen Verkehr ausspielen können.
Nach dem Nein zum Tram Region Bern sind Velobahnen die perfekte Verbindung für die Agglomeration Bern.

Abstellmöglichkeiten sind zentral
Die 2013 neu geschaffenen Abstellmöglichkeiten hat Pro Velo sehr begrüsst. Sie müssen auch nach der Eröffnung der Schanzenpost-Velostation unbedingt bleiben und weitere Möglichkeiten müssen rund um den Bahnhof gefunden werden. Der Nutzungsdruck wird weiter steigen und nur mit genügend Abstellmöglichkeiten kann die für lange Strecken wünschenswerte Kombination Velo-öV auch greifen.

Wir begrüssen den partizipativen Prozess, der geplant ist und werden uns sehr gerne einbringen. Dass den Reden schnell Taten folgen, das hoffen wir.