Eine Investition, die sich vielfach auszahlt

Pro Velo Bern begrüsst die Erhöhung der Mittel für den Fuss- und Veloverkehr: Der Stadtrat hat gestern die vom Gemeinderat beantragte Erhöhung der jährlichen Finanzierungsbeiträge von heute 1,25 Mio. Franken um 1,20 Mio. Franken auf neu 2,45 Mio. Franken genehmigt. Michael Sutter, Präsident von Pro Velo Bern, meint dazu: „Diese zusätzlichen Ressourcen sind unerlässlich, um die Velooffensive erfolgreich weiterzuführen und die angestrebten Ziele zu erreichen“. Die Förderung der aktiven Mobilität scheitert viel zu oft an finanziellen Überlegungen. „Dabei ist dieses Geld eine Investition, die sich vielfach auszahlen wird“, sagt Rebecca Müller, Geschäftsführerin von Pro Velo Bern.

In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Veloförderung in der Stadt Bern einiges bewegt.
Pro Velo Bern freut sich darüber und findet: Es war auch höchste Zeit! Es ist klar, dass die Velo-Offensive mit all ihren Massnahmen einen erhöhten Ressourcenbedarf mit sich gebracht hat und dass dieser noch lange nicht zu Ende ist.

Die Basis für eine besser geplante Stadt Bern
Bis Bern direkte Verbindungen von allen Agglomerationsgemeinden und Quartieren in die Stadt, ein komfortables und klar verständliches Verkehrsnetz im Zentrum und genügend Abstellplätze vorweisen kann, braucht es noch viele Investitionen. Deswegen begrüsst Pro Velo Bern die Erhöhung der jährlichen Finanzierungsbeiträge. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass zusätzliche personelle Ressourcen auf der Fachstelle Fuss- und Veloverkehr der Stadt eingestellt werden können. Dies ist für eine sorgfältige Planung der Fuss- und Velo-Projekte, aber auch zur Begleitung aller anderen Verkehrsprojekte, zentral. Diese werden das Lebensgefühl in der Stadt Bern in den nächsten Jahrzehnten bestimmen.

Städte voll Blech oder Städte für Menschen
Andere Städte machen uns aber nicht nur die Infrastruktur vor, sondern belegen auch den Nutzen der Veloförderung. So kommt eine Studie zu Kopenhagen zu folgendem Schluss: Der Veloverkehr erzeugt einen volkswirtschaftlichen Gewinn von 0,16 Euro pro gefahrenen Kilometer. Mit gegen 50% Radverkehrsanteil werden in dieser Stadt durch die Fahrradfahrenden jedes Jahr über 90‘000 Tonnen CO2 eingespart. Der Fuss- und Radverkehr wirkt sich aber auch auf sozialer Ebene positiv aus und fördert insbesondere die soziale Durchmischung im öffentlichen Raum und wirkt gegen Kontaktarmut. Letztlich belebt er Städte mit Menschen anstatt mit Blech. Das ist unbezahlbar.