Tram Region Bern – eine velopolitische Herausforderung

Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung diskutierte Pro Velo Bern das geplante Projekt Tram Region Bern mit Vertretern des Tiefbauamtes der Stadt Bern. Es weist momentan noch zu viele Mängel für die Velofahrenden auf. „Die Planung muss die Sicherheit der Velofahrenden von Anfang an miteinbeziehen“, sagt David Stampfli, Präsident von Pro Velo Bern.

Nachdem Pro Velo Bern letzten Sommer Einsprache gegen die erste Etappe von Tram Region Bern erhoben hat, wurde nun an der heutigen Mitgliederversammlung von Vertretern des Tiefbauamtes der Stadt Bern das Projekt den Interessierten vorgestellt und mit ihnen diskutiert.

Im Detail und als Beispiel konnte der Eigerplatz, in dessen Nähe die Versammlung stattfand, angeschaut werden. „Handlungsbedarf besteht insbesondere beim Queren der insgesamt vier Tramschienen. Im Weiteren befürchten wir, dass die beliebte Velodurchfahrt beim Coop für Velos verschlechtert wird. Das könnten wir nicht akzeptieren“, so David Stampfli.

Aber auch die immer wiederkehrende Haltestelle-Problematik war Thema. David Stampfli dazu: „Velofahrende müssen Haltestellen legal und sicher umfahren können.“

Grundsätzlich wird ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr begrüsst. Ein Ausbau des öV darf aber nicht zu Lasten des Velokehrs gehen. Denn: Das Velo ist in der Stadt Bern bei Weitem das effizienteste und günstigste Verkehrsmittel. Die Velofahrenden müssen einerseits neben dem Tram genügend Platz haben und andererseits sicher und rasch vorwärts kommen können.

Verstärkung im Vorstand, Erhöhung des Mitgliederbeitrages
Im statutarischen Teil der Versammlung wurde Prisca Lanfranchi als Nachfolgerin von Claudio Enggist ins Vizepräsidium gewählt.
Neu im Vorstand sind Aline Trede, Nationalrätin Grüne, und Lukas Rohrer.

Zudem wurde beschlossen, dass der Mitgliederbeitrag erhöht wird.