Pro Velo Bern erhebt Einsprache gegen Tram Region Bern

Das Projekt Tram Region Bern weist momentan noch zu viele Mängel für die Velofahrenden auf. Gefährliche Gleisquerungen, schlechte Lichtsignalregelungen und unklare Haltestelleumfahrungen bringen grosse Nachteile für die Velofahrenden mit sich. „Wenn es schon zusätzliche Tramgleise gibt, muss die Sicherheit der Velofahrenden oberste Priorität haben“, sagt David Stampfli, Präsident von Pro Velo Bern.

Pro Velo Bern erhebt Einsprache gegen die erste Etappe von Tram Region Bern. Weil Pro Velo Bern der Meinung ist, dass das Teilprojekt „Gleissanierung Breitenrain“ separat behandelt werden muss, werden zwei Einsprachen eingereicht. In den beiden Einsprachen werden hauptsächlich folgende drei Punkte aufgegriffen:

- Sicheres Queren der Tramgleise und Verzicht auf einzelne Dienstgleise
- Rasches Vorankommen dank besseren Lichtsignalregelungen
- Klare Regelungen für Veloumfahrungen von Haltestellen

Pro Velo Bern erhebt insgesamt zu über 30 Punkten Einwände. Bei vielen handelt sich um kleine Verbesserungsmassnahmen, welche die Sicherheit der Velofahrenden erheblich erhöhen würden. An 5 Orten besteht grösserer Handlungsbedarf:

- Eigerplatz
- Viktoriaplatz
- Kreuzung Laubeggstrasse / Ostermundigenstrasse
- Kreisel Pulverweg
- Kreisel Bahnhofstrasse (Ostermundigen)

Pro Velo Bern erwartet, dass alle Einsprache-Punkte berücksichtigt werden. 
Grundsätzlich wird ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr begrüsst. Ein Ausbau des öV darf aber nicht zu Lasten des Velokehrs gehen. Die Fehler von Tram Bern West dürfen deshalb nicht wiederholt werden. Die Velofahrenden müssen einerseits genügend Platz haben und andererseits sicher und rasch vorwärts kommen können. Präsident David Stampfli dazu: „Damit das Tram Nr. 10 ins Rollen kommt, müssen die Velos unbedingt genügend Platz haben!“