Prix Velo: Anerkennungspreis für die Stadt Bern

Pro Velo Bern gratuliert der Stadt Bern zum Anerkennungspreis für die Velohauptroute „Wankdorf“. Pro Velo Bern freut sich, dass das seit langem geforderte Velohauptroutennetz nun in die Gänge kommt. David Stampfli, Präsident Pro Velo Bern: „Velohauptrouten laden zu einem attraktiven Pendeln zur Arbeit oder in die Schule ein – ein Mehrwert für die Gesundheit und eine Entlastung für die Strassen.“

Die Stadt Bern erhält einen Preis für die erste von mehreren Velohauptrouten, die als Basis der bernischen Velo-Offensive in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Die «Schnell-Route», welche vom Bahnhof zum Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf führt, wird mit Radwegen oder breiten Radstreifen ergänzt und betrieblich aufgewertet, so dass Velofahrende in Spitzenzeiten von einer «Grünen Welle» profitieren können.

Eine schnelle Verbindung für SchülerInnen
Velohauptrouten sind eine schnelle, komfortable und platzsparende Alternative zum motorisierten Individualverkehr und zum öffentlichen Verkehr. Sie bringen Pendlerinnen und Schüler schnell in die Stadt und ältere Menschen und Familien sicher zu ihren Aktivitäten. Für die Entlastung bei Spitzenzeiten, die den Kanton allein im Raum Bern jährlich 40 Millionen Franken pro Jahr kosten, sind Velohauptrouten eine kostengünstige Alternative zu zusätzlichen Postautos, Bussen und Trams.

Wind im Haar, Sonne im Gesicht
Veloinfrastruktur spart der Gesellschaft nicht nur massive Kosten im Bereich Verkehr, sondern auch Gesundheit. Eine Studie in Auckland (NZ) hat ergeben, dass jeder Franken, der in Velo-Infrastruktur gesteckt wird, 5 bis 20 Franken an Gesundheitskosten spart. Aber es geht bei weitem nicht nur um die Vernunft: Wer durch den Bremgartenwald radelt oder vor der Baustelle auf der Tiefenaustrasse unterwegs war, bekommt ein Gefühl dafür, was Velofahren in der Stadt auch noch sein könnte, sein müsste, sein sollte: Freude am schnellen und entspannten Vorwärtskommen auf unterbruchsarmen Verbindungen – manchmal in urbanem Ambiente, dann wieder im zauberhaften Wald. So kommt man weit.

Aus all diesen Gründen setzt sich Pro Velo Bern seit langem im Rahmen des RGSK, mit Vorstössen im Stadtrat, in Gesprächen mit der Stadt für Velohauptrouten ein. David Stampfli, Präsident von Pro Velo Bern: „Für die Stadt des 21. Jahrhundert ist es zentral, dass die Verkehrs-Infrastruktur auf die Bedürfnisse des Veloverkehrs abgestimmt wird.“
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Der PRIX VELO Infrastruktur wird von Pro Velo Schweiz durchgeführt und unterstützt vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) und velosuisse. Kommunikationspartner sind die Zeitschrift «Schweizer Gemeinde» und der Schweizerische Städteverband.
 Die Stadt Luzern konnte an der heutigen Preisverleihung des PRIX VELO Infrastruktur den Hauptpreis für die Velooffensive „Spurwechsel“ entgegennehmen. Weiterführende Informationen wie Bilder und ausführliche Dokumentation der Siegerprojekte: www.prixvelo.ch.