Neuengassunterführung: Mit dem Kopf durch die Wand

Nachdem die Veloabstellplätze vor dem Schweizerhof ersatzlos gestrichen wurden, folgt von der Stadt Bern der nächste Akt im Streichkonzert von kostenfreien Abstellplätzen rund um den Bahnhof. Mit schwer verständlicher Sturheit hält die Liegenschaftsverwaltung am Neubauprojekt der Neuengassunterführung fest. Pro Velo Bern fordert, dass die Veloabstellplätze erhalten bleiben.

Bereits 2009 hat sich nebst Pro Velo Bern auch die Verkehrsplanung der Stadt Bern im Rahmen des ersten Neubauprojekts gegen eine Aufhebung der 24 Veloabstellplätze im Zugangsbereich ausgesprochen.

In der Neuauflage des Projekts hält nun die Liegenschaftsverwaltung als Bauherrin und das Stadtplanungsamt an der Aufhebung der Abstellplätze fest. Statt mit den Einsprechenden das Gespräch zu suchen – Pro Velo Bern gehört auch bei der Neuauflage wieder dazu – hat die Stadt nun ein grosses Anwaltsbüro mit dem Kampf gegen die Einsprachen beauftragt.

Pro Velo fordert den Gemeinderat auf, eine Planung vorzulegen, die der sehr grossen Nachfrage von Velofahrenden nach Abstellplätzen ernst nimmt und den Erhalt langfristig sichert. Dazu Stefan Jordi, Präsident Pro Velo Bern: «Es dürfen nicht noch mehr kostenfreie Abstellmöglichkeiten am Bahnhof ohne gleichwertigen Ersatz abgebaut werden.»

Pro Velo Bern wird sich weiterhin für die genügende Anzahl von Abstellplätzen im Bahnhof-Perimeter einsetzen, seien es kostenfreie an der Oberfläche oder solche in den Velostationen. Nur mit entsprechender Infrastruktur ist die wünschenswerte Förderung der Kombination Veloverkehr – öV möglich.