Keine 2. Tramachse auf Kosten der Velofahrenden!

Das Tram Region Bern ist noch nicht mal fertig geplant und schon drohen neue Schienen den knappen Strassenraum für Velofahrende weiter einzuengen und gefährlich zu machen. Pro Velo Bern sieht mit der nun vorgeschlagenen Variante grosse Konflikte für sicheres Velofahren und lehnt sie ab, wenn nicht entscheidende Massnahmen getroffen werden, um die voraussehbaren Nachteile für Velofahrende auszuräumen.

Selbstverständlich unterstützt Pro Velo den Öffentlichen Verkehr. Es darf jedoch nicht sein, dass die Ausbauschritte im Tramnetz die in den letzten Jahren erreichten Ziele zur Förderung des Veloverkehrs wieder zunichtemachen und eine Abnahme der Velobenutzung zur Folge haben kann. Es darf auch nicht sein, dass mit der tramlastigen Förderung des öV (mit finanziellen Beiträgen in dreistelliger Millionenhöhe) die ergriffenen und vorgesehenen Massnahmen zur Förderung des Veloverkehrs zur Makulatur werden lassen und ihn schlussendlich unattraktiv macht. ÖV und Veloverkehr müssen weiterhin zusammen funktionieren.

Dass Tramschienen und Haltestellen Gefahrenpunkte für Velofahrende sind, bestätigen regelmässige Rückmeldungen von Velofahrenden, die sich über die Neubaustrecke des Tram Bern West beklagen. Es wird über Stürze, über gefährliche Fahrmanöver, über den Verzicht aufs Velo und über Konfliktsituationen mit anderen Verkehrsteilnehmenden berichtet.

Wir fordern die Projektpartner auf, in einem nächsten Schritt aufzuzeigen, wie diese zahlreichen Konflikte angegangen werden sollen. Können diese nicht gelöst werden, ist Pro Velo Bern im Interesse seiner nahezu 4500 Mitglieder und der Velofahrenden gezwungen, die Variante „Altstadt Nord“ abzulehnen.

Die komplette Stellungnahme von Pro Velo Bern ist zu finden unter www.provelobern.ch/medien.